10 dont´s für dein Webinar


Die 10 Dont´s für dein webinar


 

Ich liebe es wirklich, selbst viele Webinare zu halten und schaue mir auch gerne welche an. Dabei ist mir aufgefallen, dass es manche TrainerInnen gibt, die ihren tollen Content leider richtig mies verpacken. Damit nehmen sie selbst sich viel an Wirkung. Das ist schade.

 

Woran liegt das?

 

Ich denke, es fehlt oftmals einfach an den Grundregeln einer Präsentation mit Folien, also oft mit Powerpoint. Am PC liest man eben anders als auf Papier. Hier gelten andere Regeln, die sinnvoll sind, zu beachten. Auch der Umgang mit der Technik lässt bei manchen oft zu wünschen übrig, aber das ist ein anderes Thema.

 

Mir geht es in diesem Artikel darum, Hilfestellung und Inspiration zu gebe, damit Inhalt und Form wirklich optimal werden. Aus meiner früheren, mehr als 12 jährigen, Praxis als IT-Trainerin besonders für Frauen, weiß ich ganz genau wo die Knackpunkte sind und verbreite dieses Wissen gerne weiter.

 

Los gehts!


Die 10 Dont´s für Präsentationen im Webinar.



Eine komplett beschriebene Folie, möglichst noch 1zeilig


 

Das ist schon auf dem Papier anstrengend zu lesen, in einem Webinar ist es schlicht eine Zumutung. Verteile deinen Text so, dass Spannung erzeugt wird. Manchmal reicht sogar schon ein einzelner Satz oder ein Wort auf einer Folie. Auch Absätze oder Unterteilungen mit Aufzählungszeichen bringen mehr Lockerheit rein. Du sprichst ja dazu. Also muss nicht alles auf den Folien stehen.Der Text ist nur Unterstützung da.

Ganz schlechter Stil ist es, nur den Text deiner Folien vorzulesen, ohne weitere Ergänzungen. Dein Publikum kann nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach schon lesen und fühlt sich, zu recht,  veräppelt.

 


Zu viele verschiedene Schriftarten


 

Das zeigt anschaulich, was dein Schreibprogramm alles hat und kann, aber leider nicht, was du inhaltlich transportieren möchtest. Empfohlen werden für beruflichen Kontext zwei bis höchstens drei Schriftarten auf einer Folie. Gut sind serifenlose Schriften weil sie ein sehr klares Bild ergeben. Serifenlos ist z.B. auch dieser Text. Sehr viele unterschiedliche Schriften sieht aus wie der Flyer deines neuen Italieners und das möchtest du bestimmt nicht. Beim Italiener passt es, bei dir nicht. Ausser, du wirbst für ihn.

 

Sehr oft sieht man auch dazu noch Schriftgrößenwirrwarr.

 

Auch hier gilt, maximal drei verschiedene Größen! Besser nur zwei. Alles andere strengt unnötig an beim Lesen und deine Zuhörer sind schnell weg. Die Klicktoleranz ist nun mal sehr niedrig . Bleibst du bei zwei Größen, ergibt das ein einheitliches Bild. Gut fürs Auge. Benutze lieber Schriftauszeichnungen wie fett und kursiv und, in Maßen, Farben.

 


Riesenschrift


Der Inhalt wird davon nicht besser, wenn er einem im BILD - Zeitungs - Format entgegenschreit. Gehe sensibel um mit den Größen! Überschriften kann man leicht größer machen, indem man sie farblich hervorhebt oder fett formatiert. Sehr große Schrift wirkt immer plakativ und Worte, die nur aus GROSSBUCHSTABEN bestehen, werden im Internet wie Anschreien erlebt. Das solltest du bedenken und nur sehr pointiert einsetzen.


Minischrift


Das Gegenteil davon ist die Minischrift, die man nur mit einem Fernglas oder einer Lupe entziffern kann. Auch hier gilt, ausprobieren. Zuschauer sind fix weg. Denke daran, dass du deinen Text kennst, die Zuschauer aber noch nicht. Sie wollen lesen können, was du schreibst. Zu kleine Schrift verlockt dich ausserdem dazu, zu viel auf eine Folie zu schreiben. Weder das eine Extrem, noch das Andere eignet sich für eine Präsentation. Finde einen, für deine Zuschauer, goldenen, Mittelweg.


Keine Bilder – nur Text


 

 Ohne Bilder, richtig schöne aussagekräftige Fotos, wirkt eine Präsentation blutleer. Nicht umsonst gilt der Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte". Das stimmt immernoch. Dabei bitte auch wieder das rechte Maß im Auge behalten und nicht Bilder um der Bilder willen einfügen, sondern nur dort, wo es passt und deine Aussage kraftvoll unterstreicht. Kostenlose Bilder findest du, falls du keine eigenen hast, bei pixabay oder Canva.

 


Grafiken ohne eigene Aussage


Beliebt sind auch immer Statistiken oder Pyramiden, Säulendiagramme. Abgesehen davon, dass sie oft unleserlich sind, sind sie äußerst sparsam einzusetzen. Mit nichts langweilt man seine Zuschauer besser als mit vielen Statistikgrafiken.

Sie erschließen sich auf die Schnelle oft nicht und wenn sie noch dazu fast unleserlich sind, sind sie nur ärgerlich. In diesem Beispiel (Originalgröße, wie im Webinar gesehen) ist die Schrift leider so klein, dass man eigentlich eine Lupe braucht. Also, unbedingt auf Lesbarkeit achten!

Kannst du was erkennen? Ein echtes negatives Beispiel aus einem Webinar. (Originalgröße)


Schriller Hintergrund, viele verschieden Farben


 

Powerpoint bietet eine reiche Anzahl an Vorlagen. Nicht alle sind geeignet um wirklich professionell zu wirken. Manche Farben für den Hintergrund sind zu schrill und überdecken damit den eigentlichen Inhalt der Folie. Wenn einen die Farbe „anschreit“, ist man schnell raus, als Zuschauer. Auch Schrift ist nicht in vielen Farben zu empfehlen. Das wirkt leicht unprofessionell oder wie die Werbung für eine Dönerbude. (nichts gegen Döner! ). Mache sind sehr verspielt, sodass man schauen muss, was wirklich passt.

 


Folienflut


 

Die Kunst liegt, wie so oft,  in der Beschränkung. Beschränke dich auf das Wesentliche. Da du zu deinen Folien auch sprichst, musst du nicht den ganzen Inhalt auf die Folien verteilen. Das wirkt ohnehin viel entspannter. Du stehst doch im Stoff. Du kannst deinen Teilnehmern gerne nachträglich ein Handout aus deinen Folien machen. Dann lenkst du ihre Aufmerksamkeit auf den Inhalt und beschäftigst sie nicht mit Lesen. Sie hören dir dann viel aufmerksamer zu.

 


Zu guter Letzt.


 

Wenn du noch nicht so sicher bist und eine Person deines Vertrauens um einen Liebesdienst bittet kannst, dann lass deine Präsentation von Jemandem checken, der deinen Text nicht kennt. Ideal, wenn du ihm oder ihr die ganze Präsentation vorführen kannst. Du bekommst dadurch wertvolle Hinweise, wo etwas zu aufdringlich, zu blutarm, zu unklar oder zu viel ist. Dabei kannst du gleich noch die Zeit testen, was sehr wichtig ist.


aus der KOnserve?


Hier scheiden sich die Geister, ich weiß. Neuerdings gibt es von manchen Trainern die Option, dass man ihr Webinar zu verschiedenen Terminen anschauen kann. Das sieht bequem aus. Was nicht dazu gesagt wird ist, dass es sich dabei ausschließlich um Aufzeichnungen handelt und nicht live ist. Manche gehen sogar so weit den Chat dazu zu "türken", damit es echt wirkt, was ich besonders daneben finde. Meiner Meinung und Erfahrung nach, lebt ein Webinar vom LIVE Erlebnis.

 

Wenn der Kontakt zu spüren ist, hat so ein Live Webinar eine ganz andere, kraftvollere Energie. Aufzeichnungen zu verkaufen als live lebt nicht, ist eigentlich Betrug weil es dann ein Vortrag aber kein Webinar ist. Das ist meine Meinung. Ich weiß, dass andere mit der black box so arbeiten und viel Geld dafür bezahlen. Das kann jeder machen wie er will. Ich halte davon nichts und  bin für das LIVE event. Du solltest dir gut überlegen, was du deinem Publikum anbieten willst.


Beherrsche die Technik in deinem Webinar!


Deinen eigenen Bildschirm im Webinar zu zeigen (screensharing) hat seine Tücken. Vor allem, wenn du mit Powerpoint und deinem Präsentationsprogramm nicht ganz sicher umgehen kannst. Hier unten ist ein Beispiel aus dem Leben. Es war ein Webinar, das ich besucht habe und zeigt, wie es nicht aussehen soll. Abgesehen von den Riesenbuchstaben und dass sich alles verschoben hatte - die Präsentation wurde nicht auf Vollbildmodus gestellt. So war alles viel zu klein (Originalgröße dargestellt) und die Minis waren sichtbar (Vorschaumodus). Das wirkt extrem unprofessionell.

 

 

 

Da fallen mir alle Fehler gleichzeitig auf. Viel zu klein, Text verschoben, Riesenbuchstaben, die Powerpointvorschau ist im Bearbeitungsmodus zu sehen.

 

 

 

Dieses Webinar war keine Freude. So sollte es nicht sein, denn der Inhalt entschuldigt nicht die schlampige Form. Im Gegenteil, kann eine tolle Gestaltung oft noch was rausreißen.

 


hier kannst du es lernen


So etwas passiert dir nicht mehr wenn du meine Tips annehmen kannst. Und dann, los! Wenn du richtig einsteigen möchtest, dann habe ich eine super Unterstützung für dich. Ich habe einen Selbstlernkurs entwickelt, den du dir HIER ansehen kannst.

 

Dann geht nichts mehr schief und deine Webinare werden ein Hit!

 

Viel Erfolg!