Ach, du liebe Zeit!

 

Gehörst Du auch zu den Arbeitsameisen, die jeden Tag so vor sich so hin „ameisen“, immer gehetzt, immer mit demselben Mantra auf den zusammengekniffenen Lippen "Hab keine Zeit, hab keine Zeit"?

 

Wieso erinnert mich das an den Rennhasen aus Alice im Wunderland?

 

Dabei ist Zeit nach der Quantenphysik eine Illusion. Schon Albert Einstein definierte Zeit als das "was die Uhr zeigt". Die Forschung zeigt, dass er wohl Recht damit hatte. Unser Zeitempfinden ist sehr unterschiedlich.

 

Jeder empfindet nämlich Zeit anders und jede Situation fühlt sich individuell verschieden an. So vergeht die Zeit bis zum ersehnten Date scheinbar gar nicht, während derselbe Zeitraum auf dem Zahnarztstuhl enorm lang zu sein scheint. Als Kind war die Zeit bis zu den Ferien oder bis Weihnachten wahnsinnig lang, als Erwachsene wundern wir uns, dass schon wieder Silvester ist.

 

 

24 Stunden Zeit

 

Tatsache ist, dass jeder von uns jeden Tag 24 neue, blitzblanke Stunden geschenkt bekommt. An uns ist es, aus diesen Stunden das Beste zu machen. Damit ist nicht gemeint sie bis zum Bersten vollzustopfen, sondern sie zu leben

 

Damit meine ich ganz bewusst zu leben. Das geht nicht, wenn man wie die Ameisen durchs Leben rennt um immerfort zu schaffen. Dann ist es irgendwann zu Ende und es entsteht so ein bitteres Gefühl von nicht wirklich gelebtem Leben. Viele alte Menschen berichten davon.

 

 

Am Ende des Lebens bedauert es wohl niemand, nicht noch mehr Stunden im Büro verbracht zu haben oder nicht effizienter gearbeitet zu haben. Vielmehr geht es um verpasste, nicht genutzte Chancen. Darum, das Leben nicht wirklich nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gelebt zu haben, sondern wie ferngesteuert Erwartungen anderer erfüllt zu haben und nicht auf das eigene Herz gehört zu haben.

 

Später mach ich das dann, heißt das oft.

 

Am Wochenende, nach dem Urlaub, wenn ich in Rente bin. Später ist manchmal viel zu spät. Du weißt ja nicht, wieviel Zeit der große Plan für dich vorsieht.

 

Unsere Sterblichkeit verdrängen wir nur allzu gern. Meist wird man davon erst wieder berührt, wenn ein nahestehender Mensch geht. Das ist für uns ein passender Moment, sein Herz zu befragen, ob man noch auf Kurs ist oder ob sich dringend etwas ändern muss

Liebe das was du tust! Oder mach etwas Anderes!

 

Finden Du es nicht auch erstaunlich, dass so viele von uns sich tagtäglich so viele Stunden mit etwas beschäftigen, das sie eigentlich hassen, nur weil sie meinen, damit ihr Geld verdienen zu müssen?  Was macht das mit einem Menschen?

 

Als Selbständige haben wir es besser, denn in den meisten Fällen haben wir uns unsere Arbeit selbst ausgesucht. Hier geht es dann wieder darum, sich selbst gut zu organisieren und zu arbeiten um zu leben und nicht umgekehrt.

 

 

Leben ist als Möglichkeit gemeint, sein ganzes Potential zu erkennen und auszuleben! Zu erfahren, zu wachsen und das aus ganzem Herzen.

 

Es ist also an uns selbst, unsere geschenkte  LebensZeit so zu gestalten, dass sie uns Freude und Nutzen bringt:

 

 

 

Gut genutzte LebensZeit ist für mich als Selbständige

 

 

 

  • Mit Freude neue Ideen/Produkte/Dienstleistungen /Seminare zu entwickeln
  • Ideen/Produkte /Dienstleistungen mit Lust bewerben
  • persönliche Kundenkommunikation verbessern
  • Aufträge bearbeiten, die zu mir passen, die mir Freude machen und die dann auch leicht gehen
  • sich weiterentwickeln durch Arbeit an sich selbst/Seminare/Bücher
  • sich über Erfolge freuen und sie auch gebührend feiern
  • das eigene Netzwerk pflegen, geben und nehmen in der Waage sein
  • sich entspannen und erholen, sich mit gutem Gewissen Auszeit gönnen

 

Verschwendete LebensZeit ist

 

 

 

  • sich dauernd Sorgen machen und Ängste kultivieren
  • sich immer mit Anderen vergleichen und damit runterziehen lassen
  • Selbstzweifel beachten und sich da rein steigern
  • Perfektionismus als Religion erklären, weil man dann nie zufrieden ist
  • sich mit Kleinkram aufhalten (lassen)
  • sinnlose zeitfressende Telefonate
  • sinnentleerter smalltalk weil man meint, das muss sein
  • Teamsitzungen und Besprechungen, die meistens unnötig sind
  • Energieräuber sattmachen
  • Helfersyndrom ausleben

 

 

 

Überprüfe für dich, ob dir etwas davon bekannt vorkommt und wo Du

 

korrigierend eingreifen solltest. Es lohnt sich in jedem Fall.

 

Ach, noch ein ganz praktischer Tipp zum Zeitmanagement

 

 

Zeit kann man übrigens nicht managen. Der Begriff ist irreführend. Managen können wir nur uns selbst, unseren Umgang mit ihr. Hier kommt mein Tipp für dich.

 

Ich arbeite schon eine ganze Weile nach einer Inspiration von Jack Canfield (Autor von Hühnersuppe für die Seele), für mich leicht abgewandelt. Ich nutze den "Vorurlaubseffekt", den Du bestimmt auch kennst.

 

 

 

Kurz vorm Urlaub schafft man unglaublich viel weg weil man sich auf den Urlaub freut und vorher noch alles vom Tisch haben will. Ich arbeite also 3 Tage in der Woche ganz konzentriert meine Coachingtermine ab, der vierte Tag ist mein "Urlaubstag" oder der "wofür auch immer Tag". Da erledige ich dann all die anderen Dinge des Lebens wie Friseurtermine, einkaufen etc., zu denen ich an den anderen Tagen nicht komme. 

 

Der Montag ist mein Bürotag. Da mache ich Termine, Buchhaltung, schreibe in Blogs mit, lese, arbeite an meinen Webseiten, entwerfe neue Texte, Programme. Dienstag bis Donnerstag mache ich meine Coachingtermine, Freitag ist der "wofür auch immer Tag". Das kann auch mal eigene Fortbildung sein. 

 

 

Noch klappt das nicht immer zu 100%, aber ich arbeite dran. Und ich bin seit dem viel weniger unter Zeitdruck. Probieren es einfach aus, wenn Dich das anspricht!

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