Was tun mit der "Saure Gurkenzeit?"

 

Es kann einen ganz schön frustrieren, wenn sich das Sommerloch, auch "Saure Gurkenzeit" genannt, zur Dauerflaute auswächst und die Kunden wie abgeschnitten einfach wegbleiben. Für Selbständige beginnt damit eine echte Herausforderung. Obwohl es nicht ungewöhnlich ist, schließlich ist Urlaubszeit, machtes das jedes Jahr wieder neu nervös.


Denn leider  kommt dabei nichts oder viel zu wenig in die Kasse. Wenn man nicht vorher einen besonders guten Umsatz hatte und sich deshalb entspannt zurücklehnen kann, wird es stressig. Die meisten Soloselbständigen haben solch ein dickes Polster nicht. Was kann frau also tun, um die Zeit zu nutzen und sich vom Stieren auf das Telefon zu befreien?


Was hat das mit mir zu tun?

Frage dich, ob diese Flaute etwas mit dir zu tun hat. Ein energetischer Grundsatz heißt im Außen wie im Innen. Du merkst es daran, dass es etwas mit dir zu tun hat, dass du eigentlich ganz schön urlaubsreif bist und dich im Grunde Termine nur noch nerven. So kann ganz unversehens eine leichte Freude aufkommen, wenn im Kalender für den Tag keine Termine stehen. Natürlich nur ganz leise, denn der Kopf schaltet sich sofort ein und fährt deine Ängste hoch. Hier ist es wichtig, sich einzugestehen, dass eine Auszeit dran ist um wieder Kraft zu schöpfen. Alles andere wird Krampf.


Don´t panic!

Das zweite Allerwichtigste ist es, nicht etwa in die Panik zu fallen und blinden Aktionismus zu entfalten. Jeden zweiten Tag einen Newsletter mit Angeboten zu schicken oder tausende Rundtelefonate zu führen, ist definitiv keine gute Idee. Meine Vorschläge zielen eher darauf ab, die Situation anzunehmen wie sie ist und das Beste daraus zu machen. Zum Beispiel so.


Jedes Jahr dasselbe Dilemma

Sich daran zu erinnern, dass es in anderen Jahren auch ein Sommerloch gab und das auch wieder vorbeigeht, kann schon sehr entspannend wirken. In der Regel ist im September dann wieder richtig viel los.

Sich mit anderen Selbständigen zu unterhalten und hören, dass es anderen auch so geht, kann weiterhelfen. Das hilft zwar nicht den Umsatz anzukurbeln, ist aber Balsam für die Seele. Es befreit davon, die Schuld bei sich zu suchen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Es ist halt Urlaubszeit und alles geht langsamer. Sich das bewusst zu machen hilft dir, wieder runterzukommen.


Das Zauberwort heißt Gelassenheit


Sich in Gelassenheit zu üben, bringt uns weiter. Es hat keinen Sinn, gegen die Situation mit hektischer Betriebsamkeit ankämpfen zu wollen. Es ist wie es ist. Das Sommerloch geht vorbei, ganz von selbst. Spätestens im September.

Fest daran glauben, dass der September wieder gut anläuft, macht uns diese Zeit leichter. Richte dein Augenmerk auf den September und sei gut vorbereitet.


Die eigene Erholung ist das A und O 

Sich endlich Zeit nehmen für deine Erholung ist eine sehr wichtige Option. Nicht nur die Anderen brauchen Erholung. Wenn nichts los ist, kann man ohne schlechtes Gewissen auch langsamer treten, durchatmen und wieder Kraft schöpfen. Pausen einzuplanen um sich auszuruhen ist für Selbständige oberste Priorität. Nur so bleibt die Arbeitskraft erhalten. Lesen, schlafen, lange Spaziergänge machen, Kultur tanken, süßes Nichtstun eingeschlossen.


Planung ist die halbe Miete

Diese ruhige Zeit lässt sich ganz wunderbar für die Planung nutzen. Wann hat man schon mal Zeit ungestört und ausgiebig zu planen? Das Sommerloch ist eine gute Gelegenheit, zu schauen, wo stehe ich und wo will ich hin. Gegebenenfalls  kann man jetzt endlich in Ruhe notwendige Kurskorrekturen vornehmen. Schließlich geht es schon wieder dem Jahresende zu.


Kreativ sein und den Bestand checken

Die Webseite auf Aktualität zu überprüfen, kann manchmal ganz erhellend sein. Vielleicht tut es der Webseite gut, wenn du sie mal ganz in Ruhe mit den Augen des Kunden angeschaust.  Vielleicht entdeckst du dabei längst verfallene Termine oder Angebote, die schon lange nicht mehr aktuell sind.


Jetzt ist die Zeit, kreativ zu sein. Angebote, die nicht gut laufen, können dabei auf Herz und Nieren überprüft werden und entweder überarbeitet oder endlich entsorgt werden. Damit tut man sich erfahrungsgemäß in ruhigen Zeiten und entspannt viel leichter. Dabei kann sich gerne die eine oder andere Blitzidee zeigen.


Immer weiter lernen ist eine Superinvestition

Das Sommerloch ist die perfekte Zeit für die eigene Weiterbildung. Egal, ob du endlich den Stapel ungelesener Fachbücher in Angriff nimmst oder ein Seminar besuchst, ein Retreat machst oder einen Onlinekurs buchst. 

 

Neuen Wind reinzubringen lässt die Energie besser fließen

Das Büro aufräumen ist auch eine gute Idee. Vieles sammelt sich im laufenden Betrieb an. Die Stapel werden oft immer höher, die Schubladen voller. Sortiere in Ruhe aus und trenne dich von allem, das nicht wirklich wichtig ist. Alte Unterlagen genussvoll zu schreddern, gibt dir schnell frische Energie. Wenn du schon dabei bist, ist es auch ein guter Impuls, deinen PC zu checken und Unnötiges zu löschen oder aber auch mal die Ordnerstruktur gründlich zu überarbeiten um mehr Übersichtlichkeit reinzubringen. Erfahrungsgemäß gibt es hier auch viele Datenleichen.


Vorratswirtschaft für entspanntes Arbeiten

Die Bloggerinnen unter uns könnten schon mal neue Themen für ihren Blog kreieren und Texte auf Vorrat produzieren. So hat man später mehr Zeit und kommt nicht so schnell ins Schleudern. Es erspart durchgearbeitete Nächte und den Druck, unbedingt ad hoc etwas liefern zu müssen. 


So hat das Sommerloch auch sein Gutes und wir sind gerüstet für den, hoffentlich enormen, Ansturm im September.

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Christiane Larissa Apel (Sonntag, 05 Juli 2015 13:28)

    Liebe Barbara, ja, ich kenne das auch mit dem Sommerloch udn dieses Jahr kam noch das "Neue-Jahr"-Loch - sprich der Januar - hinzu. Obwohl ich ehrlich sagen muss, dass es bisher eigentlich nur das Januar-Loch ist, das ich regisitriere. Bisher laufen die Sommermonate erstaunlich gut. Und auch für den August liegen schon Anmeldungen vor. Wer weiß, vielleicht liegt das ja an dem schönen Seminar, das ich bei dir gebucht habe. Es hat mir wirklich viel gebracht.
    Ich mache ich es wie du es beschreibst: ich mache selber eine Woche Urlaub, räume auf, checke meine logistischen Abläufe, tütle an neuen Ideenrum und bereite Seminarinhalte so vor, dass ich sie nur noch abrufen muss. Ich habe da so ein Baukastensystem für mich entwickelt, mit dem ich individuell für Einzelkunden oder auch Gruppen die jeweiligen Themen kombinieren kann. So kann ich aus einem Themenpool sehr zügig ein Tagesseminar, ein 3-Stunden-Seminar, einen 2 Stunden Workshop, einen Kurzworkshop mit und einen ohne Vortrag dazu oder eben nur einen Vortrag zusammenstellen.
    Zur Zeit beschäftige ich mich mehr mit marketing-technischen Dingen und eben ist mir die Lichtkristall-Seminarreihe als Monatsabo eingefallen. Das gärt jetzt eine Weile und wird dann ab August umgesetzt.
    Ansonsten gibt es viel zu lernen und zu lesen und anzuhören und teilzunehmen und und und. Und ab und zu muss ich bei diesem Wetter auch mal in die Ostsee springen und rumfaulenzen.
    Wie du sagst, ganz wichtig: don't panic!
    Alles Liebe an alle!
    Christiane Larissa