Warum die "Geld zurück Garantie" nach hinten losgehen kann

 

Wir lernen ja immer alle weiter, ich auch. Und so habe ich die Idee der „Geld zurück Garantie“ sehr logisch und ansprechend gefunden. Ist doch ganz einfach. Wenn der Kunde nicht zufrieden war, bekommt er das Geld zurück. Das erleichtert seine Kaufentscheidung, denn er kann ja sein Geld zurückverlangen. Das wird nicht passieren weil ich von meinem Produkt absolut überzeugt bin, weil ich mein Bestes gebe und es immer Veränderung durch dieses geniale Angebot  gibt. Damit habe ich Erfahrung, das ist schließlich mein tägliches Brot. Ausserdem kommt für mich Geld rein. So habe ich mir das gedacht.

 

Also, gesagt getan. Ich bewerbe also mein Businessticket genau damit. Was nun passiert ist Folgendes. Ich schreibe also. „Wenn sich nach Ablauf der 5 Wochen überhaupt gar keine Veränderung eingestellt hat, kannst du dein Geld zurück verlangen.“

 

Aus meiner jetzigen Erfahrung weiß ich, dass das viiiiiel zu schwammig war.

 

Erstens, was genau wird als Veränderung bemerkt?


·         Steigender Umsatz, dann um wie viel Prozent?

·         Mehr zahlende Kunden?

·         Mehr Schwung und Lebensfreude?

·         Weniger Stress mit Kunden?

·         Klarheit über die nächsten Schritte?


Zweitens, bis zu  welchem Zeitraum räume ich das Recht ein?


·         Gleich nach Ende der 5 Wochen,

·         Nach einem Vierteljahr

·         Noch später?

 

Dazu kommt, dass manche Veränderungen, die durch energetische Arbeit angestoßen werden, sich erst Tage, Wochen, manchmal erst Monate später deutlich zeigen. Da sieht der Kunde den Zusammenhang meistens nicht mehr. Es hängt entscheidend davon ab, wie bereit der Kunde überhaupt innerlich für Veränderung ist.

 

 

Drittens,

·         Ich kann nicht wissen, ob der Kunde alle Übungen und Impulse, die ich im Material zur Verfügung stelle, auch nutzt und wirklich gemacht hat. Hat er nicht, dann passiert natürlich auch viel weniger oder nichts an Veränderung. Ich unterstütze ihn auf der energetischen Ebene, aber der Kopf, sein Verstand braucht auch Input.

      Hat er also meine Scripte flüchtig angeschaut und ist nicht in die Tiefe gegangen, kann ich ihm das nicht nachweisen wenn er sein Geld zurück haben will.

 

1.   Fazit. Raus mit der „Geld zurück Garantie“. Das war keine gute Idee und ist völlig überflüssig. Die Kunden sollen buchen weil sie das Angebot anspricht und nicht weil sie kein „Risiko“ damit haben.

 

2.   Fazit. Wenn ich Interessentin schon kenne und weiß, dass es mit ihr schwer wird Veränderungen zu erreichen, ihr das offen sagen und ihr etwas Passenderes anbieten.

 

3.   Fazit. Solche Angebote niemals aus dem eigenen Mangel heraus, mit dem Blick auf den „Kundenfang“, machen. Der Wert für die Kunden muss das Motiv sein, nicht der schnelle Geldeingang.

 

Bisher hat nur eine einzige Teilnehmerin ihr Geld zurück haben wollen. Bei ihr hätte ich im Vorhinein aufs Bauchgefühl hören können, aber es hat sein Gutes und dafür bin ich dankbar. Es hat mich nämlich dazu gebracht, mir mein Angebot mit dem BusinessTicket nochmals ganz genau anzuschauen bevor Rückforderungen Größenordnungen annehmen und mir, statt Gewinn, Verlust einfahren.


Wie machst du das mit Sonderangeboten, Geld zurück Garantien u.ä.?

Schreib mir gerne deine Erfahrungen damit.

 

 

 

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