Wie du es am besten schaffst, deine Webseite zu tarnen

 

Obwohl es Unmengen von Literatur dazu gibt, quasi das ganze Internet voll davon ist, sehe ich hin und wieder Webseiten von Einzelunternehmerinnen, die dieselben Fehler immernoch machen. Genau diese Fehler sorgen leider dafür, dass die Kunden statt magnetisch angezogen zu werden, ganz schnell wegklicken und in der Regel auch nicht wiederkommen.

 


das ziel deiner webseite?

 

Die Webseite soll interessant sein und die Leser neugierig machen auf mehr. Wenn du selbständig bist, ist deine Webseite wie dein Aushängeschild. Sie soll dir Kunden bringen, also im weitesten Sinne verkaufen. Dafür sind ein paar Dinge zu beachten. Die meisten Menschen informieren sich heutzutage im Internet, wenn sie etwas oder Jemanden für sich suchen.

 

Wenn sie schon auf deine Seite kommen, sollten sie unbedingt dort eine Weile bleiben und nicht gleich wieder wegklicken. Allerdings ist die Klicktoleranz sehr niedrig. Ist es nicht sofort interessant, klickt man eben weiter. Umso wichtiger ist es, über ein paar Dinge Bescheid zu wissen, die ich dir jetzt ans Herz legen möchte.

 


völlig überflüssig-spielereien

 

Spielereien sind alle möglichen Gimmicks. Leider sind viele davon sehr beliebt. Zum Beispiel der Under construction Button auf einer leeren Webseite. Deine Webseite ist wie deine Wohnung. Sie soll lebendig sein, einladend und fertig. Niemand möchte in einer kahlen Wohnung rumstehen. Mit dem o.g. Button wird man sofort als Amateur eingestuft. Es ist ein Irrglaube, dass die Interessenten in ein paar Wochen wieder vorbeischauen, ob du schon aus den Puschen gekommen bist.
Wenn etwas noch nicht fertig ist, gehört es nicht in die Öffentlichkeit

 

Der Besucherzähler sieht zwar nett aus, ist aber ein echter Kundenkiller. Besucher deiner  Webseite haben in der Regel überhaupt kein Interesse daran, zu erfahren, wie viele Menschen schon vor ihnen da waren. Das kann leider auch einen unbeabsichtigten negativen psychologischen Effekt haben, den du bestimmmt nicht wünschst. Ist die Zahl nämlich zu niedrig, sagt sich der Kunde, hier ist nichts Tolles los. Ist sie zu hoch, kann der Kunde vermuten, dass du das getürkt hast. Beides ist nicht zielführend.

 

Alte Copyrights. Wenn du unter deine Artikel ein Copyright gesetzt hast, das von 1999 ist, zeugt das nicht gerade von "up to date" sein und, schwupss, sind die Leser weiter. Chance verspielt.

 



alles zuviel macht müde

 

Darunter verstehe ich ermässigen Einsatz von technischen Spielereien wie ein aufwändiges, zu langes Intro, blinkende Elemente, nervige Musik und Rolltexte. Umfragen zeigen, dass sich die Menschen nach Schlichtheit und einfacher Navigation auf Webseiten sehnen. Wir wollen uns schnell zurechtfinden. Für Unterhaltung kann man ins Variete gehen.

 

Zahlreiche verschiedene Schriftarten und Farben, ein bunter beweglicher Hintergrund, weisse oder rote Schrift auf schwarzem Hintergrund, zu kleine Schrift. Das ist wie die Mode der siebziger - schräg. Es ist irgendwie alles zuviel, zu kreischig und anstrengend. Es ist schlechter Service und eine Zumutung für die Augen Ihrer Kunden. Sanfte oder weisse Hintergründe mit dunkler Schrift mag das Auge viel mehr. Studien bestätigen diesen Trend.

 

Zu lange Seiten.  Studien zeigen, dass die meisten Menschen lange Texte nicht am Monitor lesen wollen. Entweder sie drucken sie aus oder klicken einfach weiter. Für das Ausdrucken sollten sie wirklich interessant sein, sonst lohnt es in den Augen der Leser die Mühe nicht. Halte deshalb deine Seiten relativ kurz oder verteile dein Wissen auf mehrere Seiten und verlinke die Seiten miteinander. Es hängt auch ein wenig von deiner Zielgruppe ab.

 

Lange Schlangensätze mit vielen Kommas. Wenn deine Kunden zu lange Sätze lesen, müssen sie den ersten Teil des Satzes bis zum Ende des Satzes im Kopf behalten um den Sinn zu verstehen. Hilf deinen Lesern, indem du die Sätze kurz und knackig hältst. Kurze Sätze bringen Botschaften besser rüber.

 

Der Nutzen wird einfach vergessen. Deine Kunden interessieren sich nicht dafür, bei wem du gelernt hast oder wie viele Ausbildungen du gemacht hast. Deine Kunden wollen lediglich Lösungen für ihr Problem und das Vertrauen in dich, dass du das schaffst. Deswegen ist es so wichtig, den Nutzen für den Kunden klar herauszustellen.

 



 

Es wird oft vergessen, die Kunden aktiv aufzufordern, etwas zu tun. Auch call to action genannt. Informiere deine Leser, was sie als nächstes tun sollen. Also, "rufen Sie mich an", "bestellen Sie noch heute", "tragen Sie sich in die Mailingliste ein" etc. Sonst haben die Leser gelesen und finden das ganz nett und das wars auch schon. Je spannender dein Angebot ist, desto schneller sind sie bereit, etwas zu tun.

 

Das Foto von dir ist nicht mehr aktuell, um nicht zu sagen, uralt. Der Kunde macht sich aber von dir im wahrsten Sinne des Wortes "ein Bild". Das alte Foto zeigt dich in deiner Qualität zur damaligen Zeit. Du bist aber längst weiter gewachsen, hast dich weiter entwickelt, bist reifer geworden und hast damit eine ganz andere energetische Ausstrahlung. Verspiele diesen Trumpf nicht aus Eitelkeit!

 

Und jetzt wäre es eine gute Idee, wenn du deine Webseite daufhin abchecken würdest, denn das ist der Sinn und Zweck meines Blogartikels :-)



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