Warum hassen Ihre Kunden vermutlich Ihre Weihnachtspost? 

 

Jedes Jahr dasselbe! Kaum wird es Dezember, kommt eine Lawine von Weihnachtspost, die nicht nur mir den Postkasten, auch den elektronischen,  verstopft. Von überall, wo ich jemals in eine Datenbank geraten bin, kommen Karten und Serienmails. 

Wenn Sie selbst Weihnachtsgrüße verschicken, haben Sie sich vielleicht immer mal gefragt, warum Sie darauf so wenig Resonanz bekommen.

 

Hier finden Sie die Gründe, die Ihre Kunden Ihnen nie so direkt sagen würden. 


“Diese Post meint mich gar nicht!“ 


Ich ziehe hochglänzende Klappkarten mit vorgedrucktem Text aus dem Postkasten. Kein persönliches Wort. Logisch, dass ich mich gar nicht angesprochen fühle. Wahrscheinlich bekommen alle anderen Kunden aus dem Verteiler dieselbe Karte. Geht gleich in die Ablage P (P wie Papierkorb). 

Was für eine Papier-, Arbeitszeit- und Portoverschwendung! 


“Das war wohl lästige Pflichterfüllung!“ 


Der Absender hat sich weiter keine Gedanken gemacht, sondern das geschrieben, was man eben so schreibt. Ich ahne die lästige Pflicht hinter der lieblosen Null acht Fünfzehn Botschaft. Die Karte ist nicht mal handschriftlich unterschrieben! – Gerade, wenn man den Absender gut kennt und mag, ist das oft schlimmer als wenn gar kein Weihnachtsgruß gekommen wäre. 

“Hä, jetzt kommt da auch noch E-Mail-Werbung!“ 


Mit das Schlimmste sind „Weihnachtsgrüße“ per E-Mail, gerne als Serienbrief, oft noch mit einem Hinweis, dass es der Absender dann einfacher hat. Da blinkert es bunt, vielleicht noch mit Musik und selbstverständlich ist gleich der Link zu einem neuen Angebot dabei. Plumper geht’s nicht. Löschen!

Nichts gegen Weihnachtspost 

… aber gerade der Weihnachtsgruß sollte nicht zur Farce werden. 

Viel besser ist es doch, sich zu fragen, warum man Weihnachtspost versenden möchte: Ob man es gerne macht, und nicht weil es alle machen. Das gilt übrigens für private genauso wie für geschäftliche Weihnachtspost. Im Zweifelsfall lieber keine Weihnachtspost als lieblose. 

Auch geschäftliche Weihnachtspost sollte zumindest handschriftlich unterschrieben sein. Richtig exklusiv ist aber nur persönliche, handgeschriebene Weihnachtspost, die im Zeitalter der E-cards das Haptische bedient, schönes Papier zum Anfassen, ein ansprechendes Motiv und persönlich gemeinten Text hat. 

Ich bin mir ganz sicher, dass diese Karten, die dann vielleicht zahlenmäßig viel weniger versendet werden, wirklich das tun, wofür sie eigentlich gedacht sind: Freude zu bringen, das Gefühl von Dankbarkeit zu vermitteln und dass man den Kontakt wertschätzt.

 

 

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