Haben Sie auch nur 24 Stunden am Tag?

Hier nehme ich gern Bezug zu der Blogparade von Susanne Kumm zumThema Zeit,

 Mein Beitrag dazu kommt hier.


Gehören Sie auch zu den Arbeitsameisen, die jeden Tag so vor sich so hinameisen, gehetzt, immer mit demselben Mantra auf den zusammengekniffenen Lippen "Hab keine Zeit, hab keine Zeit"?

 

Dabei ist Zeit nach der Quantenphysik eine Illusion. Schon Albert Einstein definierte Zeit als das "was die Uhr zeigt".

 

Jeder empfindet Zeit anders und jede Situation fühlt sich individuell anders an. So vergeht die Zeit bis zum ersehnten Date scheinbar gar nicht, während derselbe Zeitraum auf dem Zahnarztstuhl viel länger zu sein scheint. Als Kind war die Zeit bis zu den Ferien oder bis Weihnachten enorm lang, als Erwachsene wundern wir uns, wenn schon wieder Silvester ist.

 

Tatsache ist, dass jeder von uns jeden Tag 24 neue, blitzblanke Stunden geschenkt bekommt. An uns ist es, aus diesen Stunden das Beste zu machen. Damit ist nicht gemeint, sie bis zum Bersten vollzustopfen, sondern sie zu leben.

 

Damit meine ich ganz bewusst zu leben. Das geht nicht, wenn man wie die Ameisen durchs Leben rennt um immerfort zu schaffen. Dann ist es irgendwann zu Ende und es entsteht so ein bitteres Gefühl von nicht wirklich gelebtem Leben.

 

Am Ende des Lebens bedauert meiner Erfahrung nach niemand, nicht noch mehr Stunden im Büro verbracht zu haben oder nicht effizienter gearbeitet zu haben. Vielmehr geht es um verpasste, nicht genutzte Chancen. Darum, das Leben nicht wirklich nach eigenen Wünschen und Vorstellungen gelebt zu haben, sondern wie ferngesteuert Erwartungen anderer erfüllt zu haben und nicht auf das eigene Herz gehört zu haben. Später mach ich das dann, hieß das. Am Wochenende, nach dem Urlaub, wenn ich in Rente bin. Später ist oft zu spät.

 

Finden Sie es nicht auch erstaunlich, dass viele von uns sich tagtäglich so viele Stunden mit etwas beschäftigen, das sie eigentlich hassen, nur weil sie meinen, damit ihr Geld verdienen zu müssen?  Als Selbständige haben wir es besser, denn in den meisten Fällen haben wir uns unsere Arbeit selbst ausgesucht. Hier geht es dann wieder darum, sich selbst gut zu organisieren und zu arbeiten um zu leben und nicht umgekehrt.

 

Es ist also an uns selbst, unsere geschenkte  LebensZeit so zu gestalten, das sie uns Freude und Nutzen bringt:

 

Gut genutzte LebensZeit ist für mich:

 

  • neue Ideen/Produkte/Dienstleistungen /Seminare entwickeln
  • Ideen/Produkte /Dienstleistungen mit Lust bewerben
  • persönliche Kundenkommunikation verbessern
  • Aufträge bearbeiten, die zu mir passen und die mir Freude machen und die dann auch leicht gehen
  • sich weiterentwickeln durch Arbeit an sich selbst/Seminare/Bücher
  • sich über Erfolge freuen und sie feiern
  • das eigene Netzwerk pflegen
  • sich entspannen und erholen, sich Auszeit gönnen

 

Verschwendete LebensZeit:

 

  • sich Sorgen machen und Ängste kultivieren
  • sich mit Anderen vergleichen und runterziehen lassen
  • Selbstzweifel beachten
  • Perfektionismus, weil man nie fertig wird
  • sich mit Kleinkram aufhalten (lassen)
  • sinnlose zeitfressende Telefonate
  • sinnentleerter smalltalk
  • Teamsitzungen und Besprechungen, die unnötig sind
  • Energieräuber sattmachen
  • Helfersyndrom ausleben

 

Überprüfen Sie für sich, ob Ihnen etwas davon bekannt vorkommt und wo Sie korrigierend eingreifen sollten. Es lohnt sich in jedem Fall.

 

Ach und übrigens, noch ein ganz praktischer Tip zum Zeitmanagement

 

Ich arbeite schon eine ganze Weile nach einer Inspiration von Jack Canfield (Autor von Hühnersuppe für die Seele), für mich leicht abgewandelt. Ich nutze den "Vorurlaubseffekt", den Sie bestimmt auch kennen.

 

Kurz vorm Urlaub schafft man unglaublich viel weg weil man sich auf den Urlaub freut und vorher noch alles vom Tisch haben will. Ich arbeite also 3 Tage in der Woche ganz konzentriert meine Coachingtermine ab, der vierte Tag ist mein "Urlaubstag" oder der "wofür auch immer Tag". Da erledige ich dann all die anderen Dinge des Lebens wie Friseurtermine, einkaufen etc, zu denen ich an den anderen Tagen nicht komme. 

 

Der Montag ist mein Bürotag. Da mache ich Termine, Buchhaltung, schreibe in Blogs mit, lese, arbeite an meinen Webseiten, entwerfe neue Texte, Programme. Dienstag bis Donnerstag mache ich meine Coachingtermine, Freitag ist der "wofür auch immer Tag". Das kann auch mal eigene Fortbildung sein. 

 

Noch klappt das nicht immer zu 100%, aber ich arbeite dran. Und ich bin seit dem viel weniger unter Zeitdruck. Probieren Sie es einfach aus, wenn Sie das anspricht!


 

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Michel (Dienstag, 18 Juni 2013 12:52)

    Super Artikel mit praxistauglichen Tipps. Vielen Dank dafür. Konnte einige Impulse rausziehen.

  • #2

    Susanne Kumm (Montag, 25 Mai 2015 17:09)

    Hallo, liebe Barbara,
    Glückwunsch - du bist die erste, die zur Blogparade "Endlich Zeit finden" einen Beitrag veröffentlicht hat! Sehr gut gefällt mir LEBENSZEIT.
    Herzliche Grüße,
    deine Susanne

  • #3

    Susanne Kumm (Sonntag, 28 Juni 2015 15:24)

    Liebe Barbara,
    vielen Dank noch mal, dass du dich an meiner Blogparade „Endlich Zeit finden“ beteiligt hast! Du und deine Blogleser finden jetzt alle 33 Blogartikel in meinem Resümee-Beitrag 7 wertvolle Gedanken über die Zeit, die du kennen solltest
    http://emotures.de/allgemein/7-wertvolle-gedanken-ueber-die-zeit-die-du-kennen-solltest

    Im August erscheint zu der Blogparade ein e-book, in dem ich alle Blogartikel strukturiert aufbereite und auch dir gerne zur Verfügung stelle. Denn das Thema „Zeit“ beschäftigt uns alle – in verschiedenen Lebensbereichen. Über neue Ideen, Erfahrungen anderer und ganz praktische Tipps können wir hoffentlich künftig alle mehr „Zeit finden“, „Zeit haben“ oder „Zeit gewinnen“.
    In diesem Sinne wünsche ich dir viel wertvolle Zeit für die wichtigen Dinge im Leben. Ganz herzliche Grüße schickt dir,
    deine Susanne