Einfaches Selbstmanagement für Selbstständige

 

 

 

 

Im günstigsten Fall hat man als Selbstständige oder Freiberuflerin immer mehr zu tun, als man so schaffen kann. Da ist die Gefahr groß, dass man sich verzettelt oder etwas übersieht, vergisst oder verlegt. Selbstorganisation ist enorm wichtig. Wir müssen dafür sorgen, dass 

 

wir zuerst das erledigen, was wirklich wichtig ist

wir keine Termine vergessen

wir den Aufwand für unsere Arbeit minimal halten

wir eine leicht handhab bare Methode der Selbstorganisation benutzen

 

Wie kann so etwas aussehen?

 

Ich bin immer dafür, möglichst einfache Werkzeuge zu benutzen. Wenn ich ein kompliziertes Planungssystem benutzen muß, für das ich mehr Zeit für die Pflege investieren muß als letztlich heraus kommt, ist es für mich unzweckmässig. Ein einfaches System überlebt auch Stresszeiten besser.

 

Einfache Hilfen sind zweckmässig. Dazu gehört für mich:

 

  • Meine To do Liste
  • Mein Kalender
  • Meine Ideenliste
  • Meine Zieleliste

 

 

Die To do Liste


wird für jede Woche am Wochenbeginn aufgestellt und enthält alles, was erledigt werden muss. Die wichtigsten Dinge kommen nach oben. Dadurch bleiben manche der weniger wichtigen Dinge länger unerledigt, aber manchmal erledigen sie sich deshalb auch von alleine.

 

Das Beste daran ist, wenn ich die erledigten Aufaben durchstreichen oder abhaken kann. Das gibt mir das befriedigende Gefühl etwas erledigt zu haben.

 

Kommt etwas hinzu wird die Liste eben ergänzt.  Ich drucke mir meine To do Liste aus und mache mir auch Kurznotizen darauf. Am Ende der Woche sieht die Liste "bearbeitet" aus. Natürlich kann man solch eine Liste auch digital am Computer führen.  Aber obwohl ich sehr viel am PC mache, brauch ich es haptisch, zum anfassen. Das Wichtigste ist, wirklich jeden Tag damit zu arbeiten.

 

Mein Kalender

 

Ob man ihn digital mit Outlook oder Ähnlichem führt oder einen aus Papier ist Geschmackssache. Ich habe beides ausgiebig ausprobiert und bin wieder beim guten alten Moleskine gelandet. Das liegt wohl auch daran, dass ich diesen Kalender zum Coaching dabei habe und dort gleich Termine eintragen kann.

 

Ich müsste sie dann noch in das digitale System übertragen, was doppelte Arbeit ist. Dafür verzichte ich dann eben auf die Möglichkeiten der Auswertung und Wiedervorlage, die ein digitaler Kalender hat. Ich denke, dass hängt von der Arbeit ab, die man hat, was sinnvoll ist.

 

Der Moleskine ist für mich ideal, weil ich die rechte Seite komplett frei habe. Ich kann dort Kommentare, Notizen etc. schreiben, was für mich ganz wichtig ist.

 

Meine Ideenliste


 

Da gibt es eine temporäre und eine permanente. Die Temporäre ist einfach ein Block, der immer auf meinem Schreibtisch liegt, wo ich Ideen, die mir beim Arbeiten kommen, sofort notiere und meist zeitnah umsetze.

 

Die Permanente ist bei mir ein Ordner auf dem PC, der ein Sammelsurium von inspirierenden Texten, Ideen, Listen oder Gedankensplittern enthält und in den ich abtauche, wenn ich eine Idee oder einen genialen Impuls benötige

 

 

Meine Zieleliste


Meine Zieleliste erstelle ich zu Jahresbeginn. Sie enthält- wie kann es anders sein- die Ziele. Diese Ziele sind recht wenig detailliert und enthalten mehr das gewünschte Ergebnis als den Weg dorthin.Ich mache mir Gedanken was ich erreichen will und warum. Ein paar Gedanken dazu, wie ich das erreichen kann, runden meine Liste ab.

 

Etwa in der Jahresmitte hole ich sie hervor und vergleiche den Stand. Entweder die Ziele oder mein Kurs werden dann korrigiert, wenn ich ihn ein wenig aus den Augen verloren haben sollte oder sich die Gegebenheiten verändert haben. Am Jahresende wird Bilanz gezogen und für das neue Jahr geplant.

 

Die Zieleliste führe ich digital.

 

Mehr an Organisationshilfen benutze ich nicht, denn ich mag es nun mal einfach und übersichtlich. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Simone Happel (Mittwoch, 23 März 2011)

    Liebe Frau Steldinger,
    danke für den inspirierenden Beitrag :) Mir geht es ähnlich wie Ihnen, nach einigem Hin und Her habe ich mich für die "Methode zum Anfassen" entschlossen. Allerdings ist es bei mir ein Karteikasten mit diversen Abteilungen. Und ich habe überall im Haus etc. Karteikarten und Stifte herumliegen, falls mir was Spannendes einfällt. Danach kann ich die beschriebene Karte einfach in die entsprechende Abteilung einsortieren. Auf Grund Ihres Beitrages wird es in meinem Karteikasten jetzt auch eine Abteilung "Ziele" geben, die hatte ich bisher noch nicht.
    Herzliche Grüße Simone Happel